Fundgrube Rother-Adler und Kulturdenkmal Steiger-/HuthausRothen-Adler-Str. 10, 08359 Breitenbrunn, Ortsteil Rittersgrün
Willkommen im „Rother Adler“ – Bergbautradition aus Leidenschaft
„Glück Auf! Mein Name ist Falk Neubert. Als ehemaliger Wismut-Bergmann schlägt mein Herz tief für unsere erzgebirgische Heimatgeschichte. Seit 2019 saniert meine Familie mit großer Passion das ehemalige Steiger- und Huthaus der Fundgrube ‚Rother Adler‘, um dieses bedeutende technische Denkmal im Rahmen des UNESCO-Welterbes Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří zu erhalten und wieder mit Leben zu füllen.
Dabei ist besonders hervorzuheben, dass das Objekt nicht nur unter Denkmalschutz steht, sondern in enger Abstimmung mit den geltenden Denkmalrichtlinien umfassend und fachgerecht saniert wurde“
Chronologie & Bauliche Entwicklung
⚒️ 1653 – 1870: Die Anfänge
1653
Erste Auffahrung der „Rother Adler Maaßen“
1822
Errichtung des ersten bergbaulichen Gebäudes am heutigen Standort
1845
Bau des eigentlichen Steiger- und Huthauses als Zentrum des Grubenbetriebs
Mittlerer Rothen-Adler-Stolln wurde als Entwässerung und Logistik für die anderen Grubenbereiche genutzt
1850
Die „Königin Marienhütte AG Cainsdorf“ übernimmt die Fundgrube
🔥 1871 – 1883: Zerstörung und Wiederaufbau
1871/72 und 1882
Nach zwei schweren Sprengunfällen erhielt das Haus sein markantes heutiges Gesicht
1883
Bau des Pulverturmes
Huthaus Frontansicht, 2 Haupteingänge und Zechenhaus quer
Huthaus mit Treppenaufgang Anbau Hinterhaus (Foto nach 1882 weil bereits Pulverturm vorhanden)
🖨️ 1893 – 1977: Vom Bergbau zur Buchdruckerei
1909
Die Familie Lang erwirbt das Anwesen und nutzt es als Buchdruckerei
1911
Die Bergglocke im Dachreiter wird nach Böhmen „Goldenhöhe“ verkauft
1911
Huthaus ca. 1911
1911
Architektonischer Wandel: Über die Jahre wurde das Gebäude den neuen Nutzungen angepasst
1911
Huthaus Frontansicht 3 Haupteingänge Datierung unklar, möglicherweise Zeit vor Sprengunfall 1882 ? Zechenhaus längs
1977
Ernennung zum Kulturdenkmal
🏡 Seit 2019: Die Ära Neubert – Sanierung & Moderne Technik
Wir bewahren die Geschichte und rüsten das Haus für die Zukunft
Kernsanierung: Trockenlegung und Erneuerung der gesamten Substanz
Innovation: Unsere Wärmepumpe nutzt das 5°C warme Stollenwasser zur Beheizung des Hauses – ökologisch und effizient
2022
Rückkehr der Tradition – Weihe der neuen Bergglocke
14.06.2022
FOTO: CARSTEN WAGNER
Eine Familie, die Tradition lebt: Katja und Falk Neubert mit Tochter Sophie (v. l.) haben am Wochenende zusammen mit Türmer Gerd Schlesinger (r.) aus Schwarzenberg einen historischen Moment gefeiert. Die Glockenweihe für eine neue Glocke des Huthauses vom Rothen-Adler-Stollen in Rittersgrün. Das Huthaus haben die Neuberts gekauft und sind dabei, es für Wohnzwecke zu sanieren. Dass sie künftig einen alten, verwahrten Stollen im Garten haben,
freut sie. Das Wohnhaus wird – wie einst – auch ein Türmchen haben. Und für dieses wurde im zeitigen Frühjahr in der Kunstgussgießerei Döhler in Blauenthal eine neue Huthausglocke gegossen. „Sie ist gut gelungen und wurde nach altem Brauch und in toller Atmosphäre nun offiziell geweiht“, sagt Glockenexperte Schlesinger, der eigens für die Weihe den kleinen Glockenstuhl gebaut hatte. Mit dabei waren auch Pfarrer Schumann sowie Mitglieder der Knappschaft Rittersgrün 1713.
Text: Freie Presse
2023 – 2025
Abschluss der Fassadenarbeiten
„Ein Denkmal im Wandel: Da die Geschichte eines solchen Hauses oft mehr erzählt, als Worte fassen können, haben wir Ihnen hier die schönsten Impressionen unserer Bauphasen von 2019 bis 2025 in einer abschließenden Galerie zusammengestellt.“
Baubilder „2019“ öffnen
Baubilder „2021“ öffnen
Baubilder „2022“ öffnen
Baubilder „2023“ öffnen
Baubilder „2024“ öffnen
Baubilder „2025“ öffnen
🔭 Blick in die Zukunft
Gestaltung der Außenanlagen
Geplantes Museum: Im ehemaligen Zechenhaus (jetzt noch unsere Werkstatt) entsteht ein kleines Bergbaumuseum, um unsere Geschichte für Besucher greifbar zu machen
„Die Geschichte unseres Hauses ist tief verwurzelt – heute bieten wir Ihnen hier einen Ort zum Durchatmen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Glück auf!“